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Autoimmunerkrankungen

Biologika senken Herz-Kreislauf-Risiko

Forscher haben entdeckt, wie biotechnologisch hergestellte Medikamente, die bei entzündlichen Erkrankungen eingesetzt werden, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken: Biologika hemmen auch die Bildung von Plaques in den Arterien.
Aponet (zou)
07.02.2019
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Erstmals zeigten Forscher am Menschen, dass die Behandlung einer entzündlichen Erkrankung mit Biologika, die das Immunsystem hemmen, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzierte – um etwa 8 Prozent .

»Normalerweise wird ein Herzinfarkt durch einen von fünf Risikofaktoren verursacht: Diabetes, Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel, familiäre Veranlagung oder Rauchen«, sagt Dr. Nehal N. Mehta, Leiter des Labors für Entzündungs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen am National Heart, Lung and Blood Institute in Bethesda, Maryland. »Unsere Studie liefert Beweise dafür, dass es einen sechsten Faktor gibt: die Entzündung. Sie ist sowohl für die Entstehung als auch für das Fortschreiten der Atherosklerose zum Herzinfarkt entscheidend.«

Die Forscher hatten 290 Patienten mit Psoriasis (Schuppenflechte), von denen 121 eine Therapie mit Biologika erhielten, ein Jahr lang beobachtet. Dabei stellten sie deutliche Verbesserungen an verengten Gefäßen bei den Personen fest, die Biologika bekommen hatten. Dies scheint auf den entzündungshemmenden Effekt der Medikamente zurückzugehen, glaubt Mehta. Die Studienergebnisse sind im Fachjournal »Cardiovascular Research« veröffentlicht.

Schuppenflechte ist eine häufige Hauterkrankung, die mit einer allgemeinen Entzündung einhergeht, die zu Gefäßverschlüssen führen kann. Dies kann einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen.

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