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PGEU

Big Data tut der Apotheke gut

Die Apotheker können dazu beitragen, die Gesundheitssysteme in Europa nachhaltiger und belastbarer zu gestalten. Das geht aus einem Papier zu Big Data und Künstlicher Intelligenz (KI) der europäischen Apothekerorganisation Pharmaceutical Group of the European Union (PGEU) hervor. Dafür müssen die Offizinen in Zukunft verstärkt Gesundheitsdaten sammeln und diese auswerten.
Jennifer Evans
20.02.2019
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Insbesondere der Berufsstand der Apotheker ist dazu geeignet, gesundheitsrelevante Informationen zu sammeln, meint die PGEU. Offizinen hätten die nötige Infrastruktur und Expertise dazu, um die Potenziale von Big Data auszuschöpfen. Seit knapp 20 Jahren sei man mit dem Umgang von elektronischen Gesundheitsdaten vertraut, so die Organisation. Bewährt hätten sich die neuen Technologien im Alltag mit Blick auf etwa Wiederholungsrezepte oder der Rückverfolgbarkeit von Verordnungen längst.

Big Data und KI bieten der PGEU zufolge nun noch mehr Werkzeuge, um Patienten beispielsweise bei ihrer Arzneimitteltherapie sowie in Sachen Prävention zu unterstützen. Außerdem würden die Prozesse in der Apotheke so insgesamt effizienter und leichter, heißt es in dem Papier. Und die Pharmazeuten hätten künftig mehr Zeit für »wertvolle Leistungen«, die dem Patienten zugute kommen. Diese müssten natürlich entsprechend vergütet werden.

Die PGEU fordert unter anderem, Apotheker beim Erstellen von KI-Leitlinien auf nationaler und internationaler Ebene einzubinden. Zudem pocht sie darauf, die Interoperabilität digitaler Systeme zu forcieren, damit Apotheken europaweit untereinander Informationen austauschen können. Grundsätzlich sollten die Pharmazeuten die Gesundheitsdaten künftig auch aktualisieren dürfen. Die Organisation unterstreicht darüber hinaus, wie wichtig der Ausbau von Netzwerken zu anderen Akteuren im Gesundheitssystem ist.

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