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Pharmaverbände

BAH und BPI begraben Fusionspläne

Die geplante Fusion zwischen dem Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) und dem der pharmazeutischen Industrie (BPI) ist geplatzt. Grund sind unterschiedliche Auffassungen, heißt es.
Ev Tebroke
05.03.2020  17:36 Uhr

Die Gespräche zur Fusion mit dem BPI sind gescheitert. Das teilte der BAH heute kurz und bündig mit. Als Grund führt er »signifikant unterschiedliche Auffassungen im Hinblick auf eine gemeinsame synergistische Organisationsstruktur einschließlich der Regionalperspektive« an. Deshalb habe der BAH-Vorstand heute einstimmig beschlossen, die Fusionsgespräche mit dem BPI nicht fortzuführen. Nähere Details wurden nicht genannt.

Die beiden Verbände hatten erst Mitte Dezember 2019 beschlossen, künftig zusammen arbeiten zu wollen. Es hieß, angesichts gesundheitspolitischer und wirtschaftlicher Herausforderungen im In- und Ausland biete eine Fusion »einen echten Mehrwert«. Durch eine Bündelung der Ressourcen wollten sie die Interessen der Pharmaunternehmen noch besser vertreten können. Nun scheinen die Divergenzen doch größer als die Schnittmengen.

Dem BPI gehören derzeit rund 270 Unternehmen an. Der BAH hat 400 Mitgliedsunternehmen.

 

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