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Lage der Apotheken

9 Prozent mehr Rohertrag

22.10.2013  17:58 Uhr

Stephanie Schersch / Auch im zweiten Quartal 2013 hat sich die betriebswirtschaftliche Situation der Apotheken weiter gefestigt. Nach vorläufigen Berechnungen der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände stieg der Rohertrag einer durchschnittlichen Apotheke im ersten Halbjahr um rund 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die ADBA führt das in ihrem Quartalsbericht unter anderem auf die Anhebung des Fixzuschlags von 8,10 Euro auf 8,35 Euro zurück. Darüber hinaus hätten aber auch die Absenkung des Kassenabschlags auf 1,75 Euro zu Jahresbeginn sowie positive Absatzzahlen zu dieser Entwicklung beigetragen.

Obwohl der Abschlag in der zweiten Jahreshälfte nun wieder um 10 Cent steigt, rechnet die ABDA nicht mit einer deutlichen Verschlechterung der Situation, »da zum 1. August mit der gesetz­lichen Einführung der Notdienstpauschale weitere Finanzmittel für die Apotheken mobilisiert werden«, heißt es im Quartalsbericht.

 

Die Zahl der Apotheken ist zwischen Januar und Juni allerdings erneut zurückgegangen. Sie lag zum Stichtag 30. Juni mit bundesweit 20 770 Apotheken auf dem niedrigsten Stand seit 1993. Ende 2012 waren es noch 151 Apotheken mehr gewesen. Gewachsen ist hingegen abermals die Zahl der Filialen. Sie stieg seit Dezember 2012 um 93 und liegt nun bei 3946. Nur ein Viertel der eröffneten Zweigapotheken waren Neugründungen. Bei den restlichen handelt es sich um ehemalige Einzel­apotheken, die umgewandelt wurden.

 

Bundesweit gab es Ende Juni 2935 Hauptapotheken mit Filialstruktur. Der großen Mehrheit von ihnen (2149) gehörte nur eine einzelne Filiale an. 561 Apotheker besaßen neben einer Haupt- zwei Filialapotheken. Zu 225 Hauptapotheken zählten drei Filialen. Eine Erlaubnis zum Versandhandel besaßen im ersten Halbjahr insgesamt 2955 Apotheken – 124 weniger als noch vor einem Jahr. /

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