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Neue Gen-Theorie zu Autismus

31.07.2007
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Neue Gen-Theorie zu Autismus

PZ / Eine Theorie, die spontanen und vererbten Autismus in einen Zusammenhang bringt, haben Michael Wigler und seine Kollegen vom Cold Spring Harbor Laboratory in New York im Fachjournal »Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America« (Doi: 10.1073/pnas.0705803104) veröffentlicht. Autismus ist eine klar genetisch bedingte Erkrankung. Doch die Hälfte aller autistischen Kinder haben Eltern, die keine genetische Prädisposition aufweisen. Um dies zu erklären, werteten die Forscher Daten von Familien mit autistischen Kindern aus und entwickelten ein genetisches Modell mit zwei Typen: Eine Minderheit der Familien hatte ein hohes Autismusrisiko (von 50 Prozent für männliche Nachkommen), während bei der Mehrheit ein niedriges Risiko vorlag. Die Forscher vermuten, dass bei Familien mit niedrigem Risiko Autismus auf spontanen Mutationen beruht, die vor allem bei Söhnen die Erkrankung hervorrufen. Mädchen, die diese Mutationen erben, erkranken häufig nicht, können die Veränderungen aber weitervererben. Die Hochrisikofamilien stammen vermutlich von solchen Mutationsträgerinnen ab.

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