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Apothekensterben

Noweda startet Kampagne im »Focus«

11.07.2018
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Von Cornelia Dölger / Weil laut einer Nowe­da-Umfrage viele Bundesbürger glauben, es gebe in Deutschland eine Überversorgung mit Apotheken, will der Großhändler nun mit einer breit angelegten PR-Kampagne gegen diesen falschen Eindruck angehen.

 

Seit dem 30. Juni schaltet die Apothekergenossenschaft im Nachrichten­magazin »Focus« ganzseitige Anzeigen mit dem Ziel, auf das Apothekensterben in Deutschland aufmerksam zu machen.

 

»Alle 38 Stunden schließt in Deutschland eine Apotheke. Für immer«, heißt es in der Kampagne, die die Leser über die Brisanz des Themas aufklären soll. Von vielen werde diese Entwicklung nur begrenzt wahrgenommen – auch weil die Publikumsmedien oftmals den Eindruck einer Überversorgung vermittelten, so der Noweda-Vorstandsvorsitzende Michael P. Kuck. »Wir möchten mit der Kampagne gezielt gegensteuern und für das Thema sensibilisieren.« Unter anderem soll über die ungenügende Apothekenvergütung oder über die Gefahren aus dem folgenschweren Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Oktober 2016 informiert werden. Damals hatte das Gericht die Arzneimittelpreisbindung für ausländische Versender gekippt, wodurch sich lokale Apotheken wirtschaftlich benachteiligt sehen.

 

Bis Ende des Jahres sollen regelmäßig neue Bildmotive in dem Nachrichtenmagazin erscheinen, das laut Noweda 4,48 Millionen Leser erreicht. Ergänzend dazu soll im Internet über die Kampagne informiert werden. /

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