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Arbaclofen hilft Menschen mit Autismus

21.05.2013
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Von Daniela Biermann / Die Substanz Arbaclofen kann Kindern und Jugendlichen mit Autismus helfen, mit ihrem sozialen Umfeld besser zurechtzukommen. Hinweise darauf liefert eine placebokontrollierte Phase-IIb-Studie mit 150 Probanden im Alter von fünf bis 21 Jahren. Darüber informiert das US-amerikanische Pharmaunternehmen Seaside Therapeutics in einer Pressemitteilung.

Die Teilnehmer litten unter verschiedenen Störungen, die dem Autismus-Spektrum zugerechnet werden. Nach zwölf Wochen konnte zwar nicht der primäre Endpunkt der Studie erreicht werden, nämlich den sozialen Rückzug der Patienten zu mindern. Jedoch konnten die Betroffenen angemessener auf andere Menschen reagieren. Der Hersteller kündigte an, die klinische Entwicklung des Arzneistoffs fortführen zu wollen.

 

Bislang sind autistische Störungen nicht medikamentös behandelbar. Arbaclofen (geführt unter dem Kürzel STX209) ist ein Agonist des γ-Aminobuttersäure-Rezeptors vom Typ B (GABA-B). Bei Autismus-Patienten sind die Glutamat-Rezeptoren im Gehirn häufig übermäßig stark aktiviert und das Gleichgewicht zwischen exzitatorischer und inhibitorischer Hirnaktivität ist zugunsten erregender Signale verschoben. Arbaclofen soll diese aus dem Lot geratene Aktivität modulieren. /

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