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WHO-Bericht zu Gesundheit in Europa

19.03.2013
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dpa / Die Menschen in Europa werden immer gesünder und leben länger. Zwischen den Ländern gibt es aber große Unterschiede, gegen die dringend etwas getan werden muss, heißt es in dem »European Health Report« der Weltgesundheitsorga­nisation (WHO). Außerdem werde es in Zukunft auch darum gehen, das körperliche, psychische und soziale Wohlbefinden insgesamt stärker unter die Lupe zu nehmen und zu fördern.

 

Im Durchschnitt ist die Lebenserwartung seit 1980 um 5 Jahre gestiegen und lag 2010 für Neugeborene bei 80 Jahren für Frauen und 72,5 für Männer. Während die Menschen zum Beispiel in Skandinavien deutlich älter werden, sinkt die Lebenserwartung in weiter östlich gelegenen Ländern ab. Hier müsse dringend gehandelt werden, sagte Claudia Stein vom WHO-Büro für die europäische Region. »Einige Länder, wie etwa die Türkei, haben dramatische Verbesserungen erreicht, und das zeigt, dass das möglich ist.« In Deutschland werden dem Bericht zufolge neugeborene Jungen durchschnittlich 78,1 Jahre alt, Mädchen 83,1. Die Lücke zwischen Männern und Frauen, die vor allem durch Arbeitsbedingungen und Lebensstil beeinflusst wird, müsse verkleinert werden, forderte die WHO. Dabei müsse bei Geschlechterrollen und -normen angesetzt werden.

 

Verbesserungen gibt es bei der Kindersterblichkeit, die mittlerweile bei 7,9 pro 1000 Lebendgeburten liege. Damit habe Europa die geringste Kindersterblichkeit in der Welt, zwischen 1990 und 2010 sei sie um 54 Prozent zurückgegangen. Nach einem Anstieg der Selbstmordrate in der Mitte der 1990er-Jahre sei diese in allen Ländern der Region um bis zu 40 Prozent gefallen. Allerdings habe sich der Rückgang im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise seit 2008 etwas verlangsamt. /

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