Pharmazeutische Zeitung online

Zahl der Maserntodesfälle stark gesunken

11.02.2014
Datenschutz bei der PZ

Von Christina Hohmann-Jeddi / Die Zahl der weltweiten Todesfälle durch Masern ist auf einem historischen Tiefstand angelangt: Seit dem Jahr 2000 ist sie insgesamt um 78 Prozent bis 2012 gesunken.

 

Dies teilt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Einem Bericht in ihrem »Weekly Epidemiological Report« zufolge konnten in diesem Zeitraum 13,8 Millionen Todesfälle durch Impfungen verhindert werden. Während in 2000 etwa 562 000 Menschen an Masern starben, waren es im Jahr 2012 nur noch 112 000.

 

Dieser Rückgang beruhe auf der hohen weltweiten Durchimpfungsrate: Etwa 84 Prozent der Kinder erhielten eine Routineimpfung im ersten Lebensjahr, heißt es in einer Pressemitteilung. 145 Länder hätten bereits eine zweite Dosis der Masernvakzine in den Impfkalender aufgenommen. Zusätzlich zu diesen Routineimpfungen seien 145 Millionen Kinder im Jahr 2012 bei Massenimpfungen immunisiert worden.

 

Trotz der großen Fortschritte bestehe noch Handlungsbedarf, heißt es in der Pressemitteilung der WHO. In fünf der sechs WHO-Regionen treten nach wie vor große Epidemien auf. Nur auf dem amerikanischen Kontinent konnte eine Elimination erreicht werden, wobei immer noch Importe von Erkrankungen aus anderen Regionen zu verzeichnen sind. Die WHO-Regionen Afrika, Europa und der östliche Mittelmeerraum könnten ihre Eliminationsziele vermutlich nicht erreichen. /

Mehr von Avoxa