Im März kann der UV-Index bereits auf 3 steigen. Dann sollte man nicht auf Sonnencreme und Sonnenbrille verzichten. / © Getty Images/Westend61
Die Haut ist im Frühjahr gegenüber der UV-Strahlung der Sonne empfindlicher als im Sommer, weil sie ihr monatelang nur wenig ausgesetzt war. Das hauteigene Schutzschild aus Pigmentzellen (sichtbar als Bräune) ist in dieser Zeit des Jahres dadurch nicht voll ausgebildet.
Viele unterschätzen die Kraft der Frühjahrssonne. »Für den Sonnenschutz zählt nicht, wie warm oder kalt es ist – entscheidend ist die Höhe des UV-Indexes«, erklärt Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Der UV-Index verrät die Stärke der UV-Strahlung der Sonne auf einer Skala von 1 (niedrig) bis 11+ (extrem). Die Zahl gibt Orientierung, ob und wie wir uns vor der Sonne schützen sollten. Denn deren UV-Strahlung zahlt auch auf das Hautkrebsrisiko ein, wenn sie auf ungeschützte Haut trifft.
Aktuelle Tagesverläufe für die UV-Strahlung für 43 Städte quer durch Deutschland sind auf der BfS-Website zu finden. Ab UV-Index-Werten von 3 rät das BfS, Haut und Augen vor der Sonne zu schützen. Solche mittleren Werte können in Deutschland bereits im März erreicht werden. Haut, die nicht von Kleidung bedeckt ist, sollte man eincremen – vor allem das Gesicht.
Die Sonnencreme sollte dabei sowohl vor UV-A- als auch vor UV-B-Strahlung schützen und einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor mitbringen. Das BfS rät allgemein in seinen Tipps zum UV-Schutz, mindestens LSF 30 zu verwenden. Kinder und alle mit einem hellen Hauttyp brauchen noch intensiveren Schutz – für sie ist LSF 50 bzw. 50+ angesagt.
Auch die Sonnenbrille ist nun draußen am besten wieder mit dabei. Fällt UV-Strahlung ins Auge, kann es nämlich etwa zu Linsentrübungen oder Netzhautschäden kommen. Wichtig: Nur wenn die Brille die Kennzeichnung UV400 hat, kann man sich auf ausreichenden Schutz verlassen. Ab UV-Index-Werten von 3 empfiehlt das BfS zudem, in den Mittagsstunden den Schatten zu suchen und eine Kopfbedeckung zu tragen.
Ist die Haut gut mit Feuchtigkeit versorgt, kann sie den Lichtschutzfaktor einer Sonnencreme besser aufnehmen. Die Dermatologin Dr. Marion Moers-Carpi rät daher dazu, erst einmal eine Feuchtigkeitscreme aufzutragen und sie gut einziehen zu lassen. Danach ist die Sonnencreme dran.
Entscheidend ist, genügend Sonnenschutzprodukt aufzutragen und einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor zu verwenden. Beim Eincremen selbst werden der Hautärztin zufolge Nasenrücken und Ohren gerne mal vergessen. Sie sind sogenannte »Sonnenterrassen«, die besonders viel Sonne abbekommen.