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Nachhaltigkeit in Apotheken
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»Auch kleine Schritte sind wichtig«

Nachhaltigkeit ist auch für Apotheker, die Berufsvertretung, die Pharmaindustrie und den Großhandel ein wichtiges Thema. Wie ist der Stand der Dinge und was kann jeder Einzelne für mehr Klima- und Umweltschutz beitragen? Was hat sich schon getan und an welchen Stellschrauben sollte angesetzt werden? Wo ist die Politik gefragt? Antworten auf diese und weitere Fragen gab es in einem »PZ Nachgefragt« auf der Expopharm in München.  
AutorKontaktAnne Orth
Datum 17.09.2022  11:00 Uhr
Ökologischen Fußabdruck von Arzneimitteln reduzieren

Ökologischen Fußabdruck von Arzneimitteln reduzieren

Auf der Agenda stand auch die Frage, wie sich bei Arzneimitteln der ökologische Fußabdruck reduzieren lässt. »Wir sind am Beginn eines Paradigmenwechsels«, sagte dazu Oliver Onusseit, als Referatsleiter im BMG zuständig für Arzneimittel. Zunächst müsse analysiert werden, welche Substanzen besonders problematisch seien und was sich dagegen tun lasse. Er plädierte dafür, Nutzen und Risiken sorgsam abzuwägen und nicht »das Kind mit dem Bade« auszuschütten. »Dieses Thema wird uns noch über Jahre verfolgen«, prognostizierte er.

Der Bundestagsabgeordnete Johannes Wagner (Bündnis 90/Die Grünen) betonte, dass es Aufgabe der Politik sei, den ordnungspolitischen Rahmen zu setzen. Die Verantwortung für mehr Nachhaltigkeit dürfe nicht auf den Einzelnen abgewälzt werden. »Wichtig sind Rahmenbedingungen, die nachhaltiges Handeln nicht erschweren, sondern fördern und vergüten.« Die Ziele seien im Koalitionsvertrag bereits verankert. »Wir werden es damit schaffen, die Wirtschaft im Großen zu transferieren«, sagte Wagner. Es müsse einfach und lohnend sein, sich fürs Klima zu engagieren.

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