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DiGA
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Apps auf Rezept für die Psyche – so funktioniert’s

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) können bei psychischen Erkrankungen die Wartezeit bis zum Therapieplatz überbrücken. Doch können sie noch mehr? Wie sind sie aufgebaut? Und wo liegen ihre Grenzen?
AutorKontaktdpa
Datum 24.02.2026  08:00 Uhr

Die meisten Psyche-DiGA basieren auf Verhaltenstherapie

Als Programme für Smartphone oder Browser führen DiGA dann Schritt für Schritt durch bewährte (häufig verhaltenstherapeutische) Methoden, erklärt der psychologische Psychotherapeut Lasse Sander. Die Inhalte seien modular aufgebaut und würden sich meist an »störungsspezifischen Therapiemanualen« orientieren, so der Experte, der am Institut für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg forscht.

Es kommt aber immer auf die Art und Schwere der Erkrankung an, ob eine digitale Gesundheitsanwendung überhaupt geeignet ist. Primär richten sich die Programme an Menschen mit leichter bis mittelschwerer psychischer Belastung, die an ihrer Genesung arbeiten möchten.

Für wen eignen sich DiGA, wo liegen die Grenzen?

DiGAs sind für alle geeignet, die Informationen über ihre Erkrankung suchen und erste Hinweise erhalten möchten, wie sie damit umgehen können. »Je schwerwiegender und komplexer die Erkrankung, desto geringer sind auch die Effekte«, ordnet Maaß ein.

Insbesondere bei erhöhter Selbstgefährdung sind DiGA laut Sander nicht als alleinige Behandlung geeignet, können aber gegebenenfalls ergänzend hilfreich sein. Sie sind jederzeit verfügbar, »in der Hosentasche, direkt bei den Leuten«, so Sander, und bieten strukturierende Unterstützung sowie Notfallkontakte – ein Vorteil gerade in sehr belastenden Phasen. Eine gute App für psychische Erkrankungen sollte deshalb immer Notfallnummern und Ansprechpartner für akute Krisen enthalten.

Vorsicht ist laut Maaß geboten, wenn Menschen, die eigentlich eine Psychotherapie benötigen, zunächst nur eine DiGA nutzen. Bleibt der Erfolg aus, kann dies die Motivation für eine Therapie verringern. Gleichzeitig zeigt sich bei vielen, dass sich der Wille steigert, die erlernten Techniken in einer Therapie umzusetzen, so Maaß.

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