Die Auslieferung der Grippeimpfstoffe für die kommende Influenza-Saison hat bereits begonnen. Die Apotheken versorgen die Arztpraxen mit Impfstoffen und impfen nach entsprechenden Schulungen auch selbst. / © Adobe Stock/Lucia Romero Fotografía
Zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung seien es in der Grippesaison 2020/21 noch rund 924.500 Impfdosen gewesen, in der aktuellen Saison sei die Zahl auf etwa 638.200 gesunken. Das entspreche einem Rückgang um rund 31 Prozent.
»Die Zahlen zeigen, dass wir bei der Grippeimpfung zunehmend Menschen erreichen müssen«, sagte der Vorsitzende des Landesapothekerverbandes, Mathias Arnold. »Gerade für Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere Verläufe ist die Impfung ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge.« Die Grippeimpfung sei eine wichtige Möglichkeit, sich vor einer Influenza-Erkrankung und insbesondere vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen.
Die Auslieferung der Grippeimpfstoffe für die kommende Influenza-Saison hat bereits begonnen. Die Apotheken versorgen derzeit die Arztpraxen im Land mit den bestellten Impfstoffen, wie der Apothekerverband weiter mitteilte.
Im Landesamt für Verbraucherschutz will man nicht von einer pauschalen Impfmüdigkeit sprechen. »Zwar sind die Influenza-Impfquoten in Sachsen-Anhalt wie auch bundesweit in den Jahren nach der Corona-Pandemie zurückgegangen. Die Ursachen dafür sind jedoch vielfältig und lassen sich nicht allein mit einem nachlassenden Interesse an der Impfung erklären«, so eine Sprecherin.
Auch der Verlauf einer Influenzasaison könne die Impfentscheidung beeinflussen: Werde die Saison als wenig schwerwiegend wahrgenommen, könne die Impfbereitschaft sinken. In der folgenden Saison könne die individuelle Entscheidung wieder anders ausfallen.
Aus dem Landesamt heißt es weiter: »Für die Saison 2024/2025 lag die Influenza-Impfquote in Sachsen-Anhalt bei 52 Prozent und damit höher als in jedem anderen Bundesland«. Bundesweit habe die Impfquote 34 Prozent betragen. »Für bewusste Impfentscheidungen sind zielgruppengerechte Informationen und Kommunikation ebenso wichtig wie niedrigschwellige Impfangebote«, so die Sprecherin.