| Alexander Müller |
| 27.08.2026 10:30 Uhr |
Diese hindere die großen Pharmaunternehmen aber nicht daran, Produktionskapazitäten von Europa in die USA zu verlagern, »wenn die Vereinigten Staaten sich räuspern und mit Strafzöllen drohen«. So etwas lasse sich mit Sonderregelungen für den deutschen Arzneimittelmarkt nicht verändern, ist Bauernfeind überzeugt.
Das gilt aus Sicht des Chefs der AOK Baden-Württemberg auch für EU-weite Regelungen. So habe die Sonderbehandlung europäischer Produktion in Antibiotikaausschreibungen nicht zu einer Verlagerung der Wirkstoffproduktion in die EU geführt. »Den Herstellern geht es nicht um den deutschen, sondern um den globalen Markt«, so Bauernfeind.
Er fordert, dass der Fokus tatsächlich auf die Ausgabenneutralität gerichtet wird. Das Fachgremium Standortklausel dürfe das ohnehin knapp kalkulierte GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz jetzt nicht aufweichen und dürfe sich keinesfalls »als Mehrheitsbeschaffer-Gremium einer herstellerorientierten Wirtschaftspolitik« verstehen.