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Gürtelrose
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Anti-Aging-Effekt durch Impfung?

Eine Impfung mit dem attenuierten Lebendimpfstoff Zostavax® gegen Gürtelrose könnte sich günstig auf biologische Alterungsprozesse auswirken. In einer Beobachtungsstudie schnitten Geimpfte hinsichtlich DNA-, Zell- und Immunfunktion sowie Entzündungen besser ab als Ungeimpfte. Aufgrund des Studiendesigns lässt sich jedoch kein sicherer Kausalzusammenhang ableiten.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 12.02.2026  12:00 Uhr
Anti-Aging-Effekt durch Impfung?

Forschende der University of Southern California (USC) haben anhand von Biomarkern untersucht, ob Personen mit und ohne Gürtelrose-Impfung auf zellbiologischer Ebene unterschiedlich altern. Dazu griff das Forschungsduo aus Professor Dr. Jung Ki Kim und Professor Dr. Eileen M. Crimmins auf Datensätze der großen Kohortenstudie Health and Retirement Study (HRS) zurück, bei der die Gesundheit von mehr als 20.000 US-Amerikanern ab 50 Jahren beobachtet wird.

Ihre Ergebnisse publizierten die Forschenden kürzlich in »The Journals of Gerontology«. Demnach scheint eine Impfung mit dem attenuierten Lebendimpfstoff Zostavax mit positiven Eigenschaften auf die zellbiologische Alterung einherzugehen. Kim und Crimmins analysierten für ihre Beobachtungsstudie Biomarker im Blut von 3884 Personen aus der HRS, die im Jahr 2016 mindestens 70 Jahre alt waren. Knapp die Hälfte von ihnen (49,6 Prozent) war mit Zostavax geimpft; der heute eingesetzte Totimpfstoff Shingrix war zu diesem Zeitpunkt noch nicht zugelassen. Inzwischen wurde Zostavax aus kommerziellen Gründen vom Markt genommen.

Im Vordergrund der Blutanalyse standen sieben Kategorien – angeborenes und erworbenes Immunsystem, Entzündungen, kardiovaskuläre und neurodegenerative sowie epigenetische und transkriptomische Veränderungen –, aus denen die Forschenden einen zusammengesetzten Score für die biologische Alterung ermittelten.

Zu den untersuchten Parametern gehörten verschiedene Immunzellen, darunter natürliche Killerzellen, Granulozyten, Monozyten sowie B‑ und T‑Zellen. Außerdem erfassten die Forschenden Entzündungsmediatoren wie TGF‑β sowie Interleukin‑6 und ‑10. Ergänzend analysierten sie Blutfluss, Blutdruck und Puls. Hinweise auf neurodegenerative Prozesse bestimmten sie unter anderem über pTau181, einen spezifischen Biomarker für die Alzheimer-Krankheit. Darüber hinaus prüften sie die epigenetische und transkriptomische Alterung der Zellen – also wie sich die Regulation des DNA‑Ablesens und die anschließende Proteinproduktion im Alter verändern.

Der ermittelte Alterungsscore wurde zwischen ungeimpften und geimpften Personen verglichen. Dabei berücksichtigten die Forschenden mithilfe statistischer Modelle, dass Faktoren wie Alter, Geschlecht, Rauchverhalten, chronische Erkrankungen sowie soziale und wirtschaftliche Unterschiede die Impfbereitschaft beeinflussen können. Diese Einflüsse filterten sie rechnerisch heraus, um den Zusammenhang zwischen Impfung und biologischem Altern möglichst unverzerrt zu beurteilen.

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