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Kommentar
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Ärztlicher Wahlkampfdonner auf Kosten der Apotheken

Eine »rote Karte für Gesundheitspolitik« stellen die Kassenärzte in Westfalen-Lippe Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) aus. Es geht um die pharmazeutischen Dienstleistungen und richtet sich gegen die Apotheken – schon wieder. Dabei könnte auch der in den KVen stattfindende Wahlkampf eine Rolle für das Poltern spielen, meint PZ-Redakteurin Cornelia Dölger.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 20.09.2022  18:00 Uhr

Am Ende klappt es nur gemeinsam

Was die Patienten wohl von Funktionären halten, die beim Einsatz für ihren Berufsstand immer wieder auf Kosten der Apothekerschaft punkten wollen? Sollen sie glauben, dass es ihnen ernsthaft um Kritik in der Sache geht? Um eines zumindest geht es ganz sicher: um Stimmenfang, denn es ist Wahlkampf. Die wichtige Wahl zur KV-Vertreterversammlung steht in Westfalen-Lippe am 1. Oktober an. Auch in der lautstarken KV Hessen stehen noch in diesem Jahr die Standeswahlen an. Kurz vorher noch eine politisch beschlossene Leistung zum Aufhänger einer kämpferischen Pressenachricht zu machen und damit einmal mehr den benachbarten Heilberuf zu attackieren, ist ebenso durchschaubar wie destruktiv. Ganz abgesehen davon, dass öffentliche Schlammschlachten wohl kaum das Vertrauen der Patienten stärken. Schließlich muss es beiden Berufen zuallererst darum gehen, Kranken zu helfen. Das klappt am Ende nur gemeinsam. Und wie man hört, ist das im Versorgungsalltag beider Heilberufe jeden Tag gelebte Praxis und sollte es auch sein.

 

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