In der Software gibt es seit Mitte August einen neuen Warnhinweis für Allergierisiken. / © Adobe Stock/Westend61
Bislang mussten Apothekenteams in der Fachinformation überprüfen, ob ein Injektionspräparat für eine Person mit Kautschuk-Allergie geeignet ist. Hier ist hinterlegt, ob der Stopfen oder die Nadelkappe Naturkautschuk enthält. In der Apothekensoftware war dieses Risiko bislang nicht unmittelbar erkennbar.
Das hat sich mit dem Update zum 15. August geändert. Der neue Standardhinweissatz lautet: »Latex/Naturkautschuk: Der im Behältnis enthaltene Naturkautschuk kann schwere allergische Reaktionen hervorrufen.« Außerdem hat ABDATA den betroffenen Arzneimitteln den Inhaltsstoff »Kautschuk-Spuren (Behältnis)« zugeordnet.
Damit lässt sich das Risiko über die Anzeige der Standardhinweissätze oder der Inhaltsstoffe schnell abklären. Zudem sind die betroffenen Allergien jetzt in den AMTS-CAVE-Anwendungsrisiken sichtbar.
Zusätzlich zur reinen Anzeige ermöglicht dies auch den automatischen Risikocheck: Ist bei der Person eine Kautschuk-Allergie in der Kundendatenbank hinterlegt, weist der CAVE-Risikocheck auf das Allergierisiko hin. Dabei werden laut ABDATA auch mögliche Kreuzreaktionen berücksichtigt, beispielsweise bei Allergien gegen Bananen oder Papain.