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Covid-19
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40 Prozent wissen nichts von ihrer Infektion

Wie wirksam sind die Infektionsschutzmaßnahmen während der Coronavirus-Pandemie? Wie hoch ist die Dunkelziffer? Wer ist besonders infektionsgefährdet? Unter anderem auf diese Fragen liefert die groß angelegte Gutenberg Covid-19-Studie Antworten.
AutorKontaktdpa
Datum 08.07.2021  12:08 Uhr

»Die Pandemie hat Extreme geschaffen«

Die Ergebnisse der Erhebungen zu Sport, Alkoholkonsum und Vereinsamung während der Corona-Krise stehen noch aus. »Die Pandemie hat Extreme geschaffen«, nahm Wild vorweg. So hätten viele weniger Sport gemacht, aber mehr Alkohol getrunken und sich einsamer gefühlt. Gleichzeitig hätten aber auch viele mehr Sport gemacht, sich gesünder ernährt und seien als Familie zusammengerückt.

An der Studie haben von Oktober 2020 bis Ende Juni 2021 rund 10.520 Menschen im Alter von 25 bis 88 Jahren teilgenommen. Die Studie, die bisher nicht in einem Fachmagazin veröffentlicht wurde, baut auf der bereits 2007 begonnenen Gutenberg-Gesundheitsstudie mit 15.000 Menschen auf. Daten zu Vorerkrankungen, Risikofaktoren, psychosozialen Faktoren, Lebensstil- und Umweltfragen lagen daher vor. Basis der Covid-19-Studie waren PCR- und Antikörper-Tests sowie selbstberichtete oder im Studienzentrum nach WHO-Standard gemachte Tests.

Bei den Antikörper-Messungen der Infektionen habe sich die Nutzung eines Tests als nicht ausreichend erwiesen, sagte Wild. »Der Großteil hatte nicht beide Antikörper, sondern nur einen.« So seien durch die Verwendung eines weiteren Antikörpertests rund 23 Prozent zusätzliche Proben als positiv identifiziert worden. Zu den Tests sowie medizinischen Eingangs- und Verlaufsuntersuchungen kamen ein wöchentliches Monitoring per App, sowie Fragebögen und Computer-assistierte Interviews.

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