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Apothekenproteste
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25.000 Protestierende auf der Straße

Klares Signal Richtung Berlin: Rund 25.000 Apothekenmitarbeitende haben gestern in vier Großstädten für ein angepasstes Honorar protestiert. Mit dem eindringlichen Appell soll Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in ihrem Kurs gestützt werden, die Honorarzusage aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 24.03.2026  10:30 Uhr
Der Frühling ist da – wo bleibt die Erhöhung?

Der Frühling ist da – wo bleibt die Erhöhung?

Niedersachsens Verbandschef Berend Groeneveld zeigte sich überwältigt. »Diese Resonanz ist unglaublich«, so Groeneveld auf dem Opernplatz in Hannover. »Wir sind die Lotsen im System. Dafür kämpfen wir.« Es gelte, die Bundesregierung dabei zu unterstützen, dass sie umsetze, was sie versprochen habe. Auch Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK), verdeutlichte in Hannover, dass die Politik endlich handeln müsse.

In Fulda hatten die osthessischen Apothekerinnen und Apotheker eine zusätzliche Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz organisiert. Hessens Verbandschef Holger Seyfarth forderte vor etwa 600 Protestierenden: »Die Politik muss jetzt wirklich liefern und nicht weiter Versprechungen machen.« Und an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) gerichtet: »Wir warten!« Sie habe die Honorarerhöhung auf 9,50 Euro per Verordnung im Frühling versprochen. Dieser habe am 21. März kalendarisch begonnen.

Die hessische Kammervize Schamim Eckert betonte, dass im Koalitionsvertrag »viele wichtige Dinge für uns« enthalten seien. Nur müsse nun auch die Umsetzung folgen. »Es ist einfach wichtig, dass wir hier diese Forderung unterstützen.«

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