| Christina Hohmann-Jeddi |
| 15.04.2026 12:00 Uhr |
Die durch die Bakterien der Art Borrelia burgdorferi ausgelöste Lyme-Borreliose ist zu Beginn an einer sich ringförmig ausbreitenden Rötung der Haut zu erkennen. / © Adobe Stock/Ingo Bartussek
Die Zeckensaison in Deutschland ist gestartet und die Stiche der Tiere haben in diesem Jahr schon zu einigen Infektionen geführt. In Deutschland übertragen Zecken vor allem das Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus (FSME-Virus) und den Borrelioseerreger, das Bakterium Borrelia burgdorferi, die zu Krankenhausaufenthalten und in seltenen Fällen auch zum Tod führen können. In diesem Jahr wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) bis Mitte April 918 Fälle von Lyme-Borreliose und elf FSME-Fälle übermittelt.
Nun gibt das Statistische Bundesamt (Destatis) die Bilanz der zeckenstichbedingten Krankenhausaufenthalte und Todesfälle aus dem Jahr 2024 bekannt: In dem Jahr starben in Deutschland 24 Menschen an den Folgen eines Zeckenstiches. 15 Todesfälle waren auf eine Borreliose zurückzuführen und neun auf eine FSME. Im Jahr zuvor waren es zehn Todesfälle aufgrund einer Borreliose und neun aufgrund einer FSME gewesen.
Wegen einer Borreliose mussten 2024 etwa 4830 Menschen in einem Krankenhaus behandelt werden. Das waren weniger als im Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2024: In diesem Zeitraum wurden im Jahr durchschnittlich knapp 6270 Menschen stationär aufgrund einer Borreliose behandelt (Höchststand 2007 mit 8052 Fällen).
Dagegen lag die Zahl der FSME-bedingten Krankenhausaufenthalte 2024 mit knapp 850 Patientinnen und deutlich über dem Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2024. In diesem Zeitraum wurden pro Jahr durchschnittlich etwa 490 Menschen pro Jahr aufgrund einer FSME stationär behandelt. Seit 2004 ist die Zahl der FSME-Erkrankungen mit einzelnen Schwankungen kontinuierlich angestiegen (niedrigster Stand 2007 mit 275 Fällen). Die Angaben zu Krankenhausbehandlungen und Todesfällen basieren auf der Krankenhausstatistik beziehungsweise auf der Todesursachenstatistik.
Zum Vergleich: Laut Meldungen an das RKI waren 2024 insgesamt 11.075 Menschen an Borreliose und 695 Menschen an FSME (laut Referenzdefinition) erkrankt.
Während gegen Borreliose keine Schutzimpfung verfügbar ist, kann man sich gegen FSME impfen lassen. Diese Impfung ist vor allem für Personen empfohlen, die sich in Risikogebieten in Deutschland (RKI-Risikokarte) oder im Ausland (etwa in Italien, Österreich, Schweiz, Schweden oder Polen) viel im Freien aufhalten.