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Umsatzplus: Bionorica kann sich auf Kernmarken verlassen

Mit einem kräftigen Plus hat der Phytopharmaka-Hersteller Bionorica das Geschäftsjahr 2017 abgeschlossen. Der Umsatz stieg einer Unternehmensmitteilung zufolge auf 297,6 Millionen Euro, das sind 17,6 Prozent mehr als im Vorjahr (253, 1 Millionen Euro). Ein Großteil davon (272 Millionen Euro) entfiel demnach auf OTC-Präparate. Hierbei ist Bionorica nach eigenen Angaben in allen relevanten Segmenten gewachsen.

 

Die stärksten Absatzmärkte für das Unternehmen aus dem oberpfälzischen Neumarkt sind nach wie vor Deutschland und Russland. Im heimischen Markt machte Bionorica 112 Millionen Euro Umsatz (2016: 97 Millionen Euro). Bei den Packungen knackten die Abverkaufszahlen in Russland erstmalig die 20-Millionen-Marke, in Deutschland lagen sie bei 19,5 Millionen. «Nach Absatz in Packungen haben wir unsere Marktführerschaft in Deutschland weiter ausgebaut», sagte Unternehmensvorstand Uwe Baumann. Steigende Absätze habe Bionorica in allen Vertriebsländern erzielen können, hieß es. Zudem verfüge das Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von 79 Prozent (2016: 77 Prozent) über eine «gesunde Grundlage für weiteres Wachstum».

 

Vor allem auf seine Kernmarken Sinupret®, Canephron®, Bronchipret® und Imupret® konnte sich Bionorica demnach verlassen: Bei den Präparaten stieg der Umsatz jeweils zweistellig. Seit der Gesetzesnovelle zur Erstattung von Cannabis-Arzneimitteln vor gut einem Jahr hätten sich zudem die Verschreibungszahlen für den Wirkstoff Dronabinol deutlich erhöht: «11.000 Patienten wurden 2017 mit Dronabinol versorgt, das sind fast drei Mal mehr Menschen als 2016», heißt es seitens des Unternehmens.

 

Entsprechend hätten sich die weltweiten Umsatzzahlen für den Wirkstoff entwickelt: Mit rund 13,6 Millionen Euro war der Umsatz 2017 demnach mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr (5,76 Millionen Euro). Die aktuelle Genehmigungsrate seitens der GKV liege derzeit bei etwa 60 Prozent, betonte Bionorica.  Das Unternehmen hofft dabei auf weiter steigende Quoten. Der Vorstandschef und Unternehmensinhaber Prof. Michael A. Popp betonte: «Dies würde die Lebensqualität vieler darauf angewiesener Patienten deutlich verbessern.» (cd)

 

02.03.2018 l PZ

Foto: Fotolia/Melpomene