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Schokolade, Zigaretten, Internet: So fastet Deutschland

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Fasten ist in – im Jahr 2018 vor allem der Verzicht auf Süßigkeiten. Dieser rangiert laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit dieses Jahr auf Platz eins der Fasten-Rangliste. Alkoholverzicht rückt damit auf Platz zwei, wenn auch nur knapp. Von den 1001 Befragten wollen demnach 62 Prozent auf Süßes verzichten, 61 Prozent auf Alkohol.

 

Vor allem junge Menschen im Alter von 18 bis 29 Jahren stünden dem Fasten offen gegenüber. Hiervon haben laut Umfrage 62 Prozent schon mindestens einmal verzichtet – vor allem auf Alkohol, Süßes und Zigaretten. Letztere stehen in dieser Altersklasse ganz oben auf der Fastenliste: Jeder Zweite möchte in den kommenden sechs Wochen nicht rauchen – 45 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den älteren Fastenwilligen, den 30- bis 44-Jährigen, sollen mit 64 Prozent in erster Linie Schokolade & Co. gestrichen werden, gefolgt von Alkohol mit 62 Prozent.

 

Franziska Kath, Psychologin bei der DAK-Gesundheit, rät beim Fasten dazu, Rückschläge einzukalkulieren. «Wichtig ist es, sich ein möglichst konkretes Ziel zu setzen und einen Plan zu haben, um dieses zu erreichen.» Sonst könne die Fastenzeit zur Frustzeit werden.

 

Etwas weniger attraktiv scheint der Umfrage zufolge dieses Jahr das Internetfasten. So wollten etwa 21 Prozent in den kommenden Wochen weniger online sein (2017: 23 Prozent) und ihre Zeit lieber mit realen Freunden und ihrer Familie verbringen. Eine besondere Affinität zum temporären Verzicht hätten übrigens die Menschen im Norden (62 Prozent). Auch Bayern und Nordrhein-Westfalen lägen mit 61 beziehungsweise 60 Prozent über dem Durchschnitt. Fastenmuffel sind laut Umfrage dagegen am ehesten in Ostdeutschland zu finden. Hier erklärten sich nur 48 Prozent bereit, für die nächsten sechs Wochen auf etwas zu verzichten. (ke)

 

13.02.2018 l PZ

Foto: Fotolia/Viacheslav Iakobchuk