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Non-Hodgkin-Lymphom: Bayer stellt neuen Wirkstoff vor

 

Der Pharmakonzern Bayer hat für sein neues Krebsmittel Copanlisib positive Studiendaten vorgelegt. Die Ergebnisse der Phase-II-Studie CHRONOS-1 zeigten eine dauerhafte Wirksamkeit der intravenösen Verabreichung des Mittels mit einem handhabbaren Sicherheitsprofil bei Patienten mit erneut aufgetretenem Non-Hodgkin-Lymphom (NHL), teilte der Konzern mit. In der offenen, nicht randomisierten Studie mit 142 Patienten lag die objektive Tumoransprechrate über alle Patientengruppen hinweg bei 59 Prozent. Bei 12 Prozent der Probanden sprach die Therapie komplett an. Die mittlere Dauer des Ansprechens lag zum Zeitpunkt der primären Analyse bei mehr als 98 Wochen. Die Patienten waren zu vor mit mindestens zwei andere Medikamenten behandelt worden und galten als schwierig zu behandeln.

 

Copanlisib ist ein pan-Klasse-I-Inhibitor der Phosphatidylinositol-3-Kinasen (PI3K), der vorwiegend die beiden PI3K-Isoformen PI3K-a und PI3K-d hemmt und intravenös verabreicht wird. «Nach den Leitlinien der European Society of Medical Oncology (ESMO) ist die Hemmung des PI3K-Signalwegs als wirksamer Therapieansatz bei der Behandlung indolenter Lymphom-Formen belegt, allerdings bestehen Bedenken hinsichtlich des Sicherheitsprofils von verfügbaren oralen PI3K-Inhibitoren, so dass weiterhin ein Bedarf für neue Ansätze besteht», zitiert Bayer Martin Dreyling, Medizinprofessor bei der Universität von München in Großhadern. Anhand der bislang vorliegenden Daten stuft Dreyling das Sicherheitsprofil als «handhabbar» ein. Als häufigste Nebenwirkungen traten vorübergehende Hyperglykämien und Bluthochdruck auf.

 

Die Gruppe der Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) ist laut Bayer weltweit die zehnthäufigste Krebserkrankung mit annähernd 386.000 neu diagnostizierten Fällen im Jahr 2012. In den USA sei Bayer in Gesprächen mit der Gesundheitsbehörde FDA über eine beschleunigte Zulassung bei einem besonderen Typ, dem follikullärem Lymphom. Copanlisib ist bisher noch nicht zugelassen. Bayer stellt die neuen Daten am 4. April beim Jahreskongress der American Association for Cancer Research in den USA vor.

 

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03.04.2017 l PZ/dpa

Foto: Fotolia/Jeanette Dietl