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Hamburg bewirbt sich um Sitz der EMA

 

Von der Themse an die Elbe: Hamburg will die in London ansässige Europäische Arzneimittelagentur EMA nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU an die Elbe holen. Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) und Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) hätten deshalb bereits bei Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) vorgesprochen, teilte die Gesundheitsbehörde heute mit. Neben Hamburg bemühen sich in Deutschland auch Berlin und Bonn um die 1995 gegründete Behörde. Zudem gebe es Interessensbekundungen aus anderen Ländern.

 

Die EMA beurteilt und überwacht mit ihren rund 750 Mitarbeitern Medikamente und spielt eine entscheidende Rolle bei der Arzneimittelzulassung in der EU. Wirtschaftssenator Horch verwies auf die Anziehungskraft Hamburgs auf internationale Unternehmen und Institutionen, wie etwa für den Internationalen Seegerichtshof. «Auch rund 100 hier ansässige Konsulate machen den internationalen Stellenwert der Stadt deutlich.» Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks führte die mehr als 500 in der Hansestadt ansässigen Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie, Medizintechnik und Pharmazeutik ins Feld.

 

22.02.2017 l dpa

Foto: Fotolia/powell83