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OTC-Switch: Nasenspray seit Oktober rezeptfrei

 

Für Erwachsene mit ärztlich diagnostizierter saisonaler Rhinitis (»Heuschnupfen«) steht seit Oktober 2016 Mometason- oder Fluticason-haltiges Nasenspray in der Selbstmedikation zur Verfügung. Beide Wirkstoffe wiesen eine deutlich geringere systemische Bioverfügbarkeit auf als Beclometason, erklärte Professor Dr. Niels Eckstein bei einer Pressekonferenz der Firma Hexal. Als Professor für Drug Regulatory Affairs und Pharmakologie befasste er sich intensiv mit dem OTC-Switch.

 

Im Vordergrund der allergischen Rhinitis stehen eine behinderte Atmung, Niesen, Juckreiz und die laufende Nase (Rhinorrhö). Wegen ihrer starken antiallergischen und antientzündlichen Wirkung bei gleichzeitig guter Verträglichkeit haben sich Glucocorticoid-haltige Nasensprays in der Therapie etabliert. Sowohl die Leitlinie der deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie als auch die der internationalen ARIA (Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma)-Arbeitsgruppe empfehlen diese daher als Mittel erster Wahl.

 

Am häufigsten wurde Mometasonfuroat verordnet. Es weist mit weniger als 1 Prozent zugleich die geringste systemische Bioverfügbarkeit auf. So sind zwar lokale Nebenwirkungen möglich, doch selbst in der Schwangerschaft oder bei erhöhtem Augeninnendruck ist die Anwendung sicher. Beclometason hingegen wird bei nasaler Anwendung zu mindestens 15 Prozent resorbiert. Verschreibungsfrei ist es seit 1997. Vor diesem Hintergrund begrüßt Eckstein klar den OTC-Switch von Mometason. (cg)

 

08.11.2016 l PZ

Foto: Fotolia/Brenda Carson