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Rosenwurz: Rhodiolan wird Arzneimittel

 

Das Rosenwurz-haltige Präparat Rhodiolan® ist zukünftig in Deutschland als Arzneimittel erhältlich. Ab dem 1. September ist es registriert als traditionelles Arzneimittel zur vorübergehenden Linderung von Stress-Symptomen wie Müdigkeits- und Schwächegefühl, wie Hersteller Dr. Loges mitteilt. In Deutschland war es seit 2010 bereits als Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt.

 

Als Wirkstoff enthält Rhodiolan pro Filmtablette 200 mg Trockenextrakt aus Wurzeln und Wurzelstock des Rosenwurzes (Rhodiola rosea). Erwachsene sollten täglich morgens und mittags je eine Tablette einnehmen. Basis der Registrierung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bildeten unter anderen randomisierte Doppelblindstudien, in denen der Extrakt positive Effekte bei Prüfungsstress, ermüdenden Nachtdiensten, Burnout und Depressionen zeigte.

 

Das Dickblattgewächs Rhodiola rosea zählt zu den Adaptogenen. Diesen Begriff prägte der russische Wissenschaftler Dr. Nicolai Lazarev bereits im Jahr 1947. Der Arzt bezeichnete damit Pflanzen, deren Inhaltstoffe die Resistenz des Körpers gegenüber Stress erhöhen. Laut einer Definition des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) steigern Adaptogene die Resistenz des Organismus gegen ein breites Spektrum an widrigen biologischen, chemischen und physikalischen Faktoren. Zudem sollen sie gut verträglich und ohne Nebenwirkungen sein. Im Gegensatz zu Tonika und Stimulanzien soll eine durch Adaptogene gesteigerte Arbeitskapazität nach Absetzen nicht wieder abfallen. (kg)

 

31.08.2016 l PZ

Foto: Fotolia/FomaA