Blutspenden: Flüchtlinge kommen nur selten in Frage |

Die in den vergangenen Monaten in Deutschland eingetroffenen Flüchtlinge kommen als große neue Blutspendergruppe laut Deutschem Roten Kreuz (DRK) derzeit noch nicht in Frage. Einige Flüchtlinge würden schon jetzt gern spenden, um sich für die Hilfe zu bedanken, sagte Kerstin Schweiger, Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost, kurz vor dem Weltblutspendertag am 14. Juni. Doch die Spendewilligen erfüllten die Voraussetzungen noch nicht oder gar nicht. Wer Blut spenden wolle, müsse die deutsche Sprache beherrschen, um das ärztliche Aufklärungsgespräch zu verstehen. Auch ein fester Wohnsitz sei nötig. Laut Schweiger können Spendewillige auch dauerhaft ausgeschlossen werden, etwa wenn sie aus einem Malaria-Gebiet stammen.
In Deutschland spenden nach Angaben des DRK nur drei Prozent der Bevölkerung Blut. Mit verschiedenen Aktionen wirbt das DRK rund um den 14. Juni wieder um neue Spender. Am Aktionstag selbst gibt es einen Sonderblutspendetermin direkt vor dem Tierpark Berlin-Friedrichsfelde. Bei einer Festveranstaltung im Olympiastadion zeichnet das DRK 65 Blutspender aus ganz Deutschland für ihr Engagement aus.
13.06.2016 l dpa
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