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Nikotinvergiftung: Kinderarbeiter auf Tabakplantagen gefährdet

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Tausenden Kindern droht Menschenrechtlern zufolge bei der Arbeit auf Tabakplantagen in Indonesien eine Vergiftung durch Nikotin und Chemikalien. Etwa die Hälfte von 132 befragten 8- bis 17-jährigen habe über Symptome einer Nikotinvergiftung wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen oder Schwindelgefühle geklagt, hieß es in dem heute veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW). «Tabakunternehmen bereichern sich auf Kosten der Gesundheit der indonesischen Kinderarbeiter», erklärte eine der Autoren der Studie, die HRW-Kinderrechtsforscherin Margaret Wurth.

 

Kinder, die auf Tabakplantagen in Indonesien arbeiten, seien dem auch bei Aufnahme durch die Haut giftigen Stoff Nikotin ausgesetzt, fassten giftige Chemikalien an, benutzten spitze Werkzeuge, trügen schwere Lasten und arbeiteten bei extremer Hitze, hieß es. Nach HRW-Angaben ist Indonesien der fünftgrößte Tabakproduzent der Welt. Wie viele Kinder auf den Plantagen dort arbeiten, ist der Organisation zufolge unbekannt.

 

25.05.2016 l dpa

Foto: Fotolia/Cmon