Windeln für Inkontinenz-Patienten sollen auf den Prüfstand |

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), will die Qualität von Windeln für inkontinente Patienten überprüfen lassen. Bis Anfang nächsten Jahres wolle er Ergebnisse vorlegen, bestätigte ein Sprecher Laumanns jetzt der Nachrichtenagentur dpa. Laumann sagte, zuletzt habe es immer mehr Klagen über qualitativ schlechte Windeln für Menschen mit Blasenschwäche gegeben, die im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen sind. Er wolle jetzt von Fachleuten überprüfen lassen, ob hier Handlungsbedarf bestehe.
Inkontinenz trifft nicht nur kranke ältere Menschen, sondern auch jüngere. Schätzungsweise fünf bis acht Millionen Menschen sind in Deutschland von Inkontinenz betroffen. Um möglichst selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, brauchen sie Windeln, die dicht sind. Betroffene beklagen, dass die Zuzahlungen zu Windeln inzwischen oft zwischen 50 und 100 Euro im Monat lägen.
09.11.2015 l dpa
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