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Verhütung: Minipille erhöht Thromboserisiko nicht

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Wenn Frauen mit oralen Gestagen-Monopräparaten («Minipille») verhüten, haben sie kein erhöhtes Thromboserisiko. Dies gelte für alle Gestagene außer Norethisteronacetat, das in vivo teilweise zu Ethinylestradiol verstoffwechselt wird, erklärte Professor Dr. Michael Ludwig, Hamburg, beim Deutschen Gynäkologenkongress in München. Bei Einnahme von kombinierten oralen Kontrazeptiva (KOK) steige das Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) an, sei aber deutlich geringer als in der Schwangerschaft und der Postpartalphase. Im ersten Jahr der Anwendung und nach einer «Pillenpause» von mehr als vier Wochen sei das Thrombose-Risiko am höchsten, informierte der Arzt. «Nach dem Pausieren steigt das Thromboserisiko wie bei der Erstanwenderin.»

 

Frauen mit einem erhöhten Risiko für VTE sollten Estrogene «höchstens transdermal» bekommen, sagte der Gynäkologe. Dazu zählen zum Beispiel Raucherinnen, ältere Frauen oder Frauen mit positiver Familienanamnese. Dann kämen die Kupfer-Spirale oder andere nicht-hormonelle Methoden infrage, die aber keinen Endometriumschutz bieten. Gestagen-haltige Intrauterinsysteme (IUS) oder Implantate könnten eine Alternative zur Minipille sein.

 

Gemäß einem Rote-Hand-Brief vom Januar 2014 gibt es Belege dafür, dass das VTE-Risiko der KOK je nach enthaltenem Gestagen variiert. Danach sollen Kontrazeptiva, die Levonorgestrel, Norethisteron oder Norgestimat enthalten, das niedrigste Risiko aufweisen. Seit 1. August informieren die Fachinformationen der KOK ausführlicher als bisher über das Risiko venöser und arterieller Thromboembolien. (bmg)

 

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10.10.2014 l PZ

Foto: Fotolia/Forgiss