127 Millionen Dollar: IWF will Ebola-Regionen unterstützen |

Der Internationale Währungsfonds (IWF) will die von der Ebola-Epidemie betroffenen Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone mit 127 Millionen Dollar (97,9 Millionen Euro) unterstützen. das erklärte die in Washington ansässige Organisation der Vereinten Nationen gestern. Die Zustimmung des Exekutivrats vorausgesetzt, soll das Geld den westafrikanischen Staaten umgehend zur Verfügung gestellt werden.
Das Ebola-Virus werde das Wirtschaftswachstum in den betroffenen Ländern deutlich bremsen, da wichtige Branchen wie Landwirtschaft, Bergbau und Dienstleistungen betroffen seien, warnte der IWF am Mittwoch. Auch die ebenfalls in Washington ansässige Weltbank erklärte, die wirtschaftliche Situation sei in den drei Staaten ohnehin schon fragil. Nun drohe ein katastrophaler Rückschlag. Die ausbleibende Produktion von Lebensmitteln sowie fehlende Arbeitskräfte würden die ärmsten Menschen am härtesten treffen, hieß es vom IWF. Für alle drei Länder rechnet die Organisation in den nächsten sechs bis neun Monaten mit einer Finanzierungslücke von rund 300 Millionen Dollar.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation haben sich bislang etwa 5000 Menschen mit dem Ebola-Erreger angesteckt, davon ist etwa die Hälfte gestorben. Experten gehen darüber hinaus von einer hohen Dunkelziffer aus.
18.09.2014 l dpa
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