Schlaganfall: Wie man ihn erkennt und was zu tun ist |
Ein Schlaganfall tritt plötzlich auf – im wahrsten Sinne des Wortes «schlagartig». Ein Teil des Gehirns wird dabei aufgrund eines verstopften Blutgefäßes nicht ausreichend durchblutet; manchmal reißt auch ein Gefäß und es kommt zur Hirnblutung. Die meist völlig schmerzlosen Symptome unterscheiden sich je nachdem, welches Hirnareal geschädigt wird. Sehr häufig sind halbseitige Lähmung des Gesichtes mit Schwierigkeiten beim Sprechen, Kauen oder Schlucken und einem herabhängenden Mundwinkel, Lähmung oder Taubheitsgefühl meist einer Körperseite, Seh- oder Sprachstörungen und Schwindel.
Als Test kann man den Betroffenen bitten, zu lächeln, beide Arme waagerecht zu halten oder schwierige Sätze nachzusprechen. Bleibt eine Gesichtshälfte unbewegt, sinkt ein Arm ab oder ist die Aussprache verschwommen, deutet dies auf einen Schlaganfall hin.
Achtung: Manchmal dauern die Symptome nur wenige Minuten an und verschwinden danach wieder. Diese «Warn-Attacken» gehen einem Schlaganfall meist voraus und müssen unbedingt behandelt werden. So oder so gilt deshalb: Sofort Notruf 112 wählen. Es zählt jede Sekunde, um unterversorgte, aber noch nicht abgestorbene Nervenzellen zu retten. Bis der Rettungsdienst kommt, enge Kleidung lockern und den Patienten beruhigen. Den Mund wegen der Erstickungsgefahr von Essensresten und Zahnprothesen befreien und den Betroffenen, falls er nicht mehr sitzen kann, in die stabile Seitenlage bringen.
11.06.2014 l dpa
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