Melioidose: Gefahr aus dem Reisfeld |

Einer tödlichen, aber bislang wenig erforschten Infektionskrankheit in Asien sind Mikrobiologen aus Greifswald auf der Spur. Zusammen mit Forschern aus dem vietnamesischen Hanoi untersuchen sie die Verbreitung der Melioidose, die durch ein Bodenbakterium verursacht wird. Der Erreger Burkholderia pseudomallei sei in vielen subtropischen und tropischen Teilen der Welt gefürchtet und komme häufig in Reisfeldern vor, erklärte heute Ivo Steinmetz vom Friedrich-Loeffler-Institut für Medizinische Mikrobiologie an der Universität Greifswald.
Mehr als 100 Jahre nach der Entdeckung sei die Verbreitung der Erreger und der Krankheit noch weitgehend unklar. Im Nordosten Thailands ist die Melioidose nach HIV und Tuberkulose die dritthäufigste infektiöse Todesursache. Der Erreger steht nach Angaben der Forscher auf der Liste potenzieller Biowaffen. Das Bundesforschungsministerium fördert das auf vier Jahre angelegte Projekt mit 400.000 Euro.
03.12.2013 l dpa
Foto: Fotolia/ALCE