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Neues Pharmaunternehmen: Abbott gründet Abbvie

 

Der US-Pharmakonzern Abbott hat für Teile seines Arzneimittelgeschäfts das neue Unternehmen Abbvie gegründet. Dies gab der Hersteller in einer Pressemitteilung bekannt. Mit diesem sogenannten Spin-Off, also der Abspaltung eines Geschäftssegments, erhoffe sich das Unternehmen «eine deutliche Wertsteigerung für unsere Aktionäre», so Richard A. Gonzales, Vorstandsvorsitzender von Abbvie.

 

Der Schwerpunkt des neuen Unternehmens liegt im Bereich Forschung. Zwanzig vielversprechende Substanzen befänden sich bereits in der mittleren oder späten Phase der klinischen Entwicklung, teilte Abbvie mit. Darunter seien Mittel gegen schwere Erkrankungen wie etwa Hepatitis C, Rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose, Alzheimer und Parkinson. «Unser Ziel ist es, auf der 125-jährigen Tradition von Abbott aufzubauen und einige der schwersten Gesundheitsprobleme der Welt anzugehen», so Gonzales.

 

Dem «Handelsblatt» zufolge stammt ein Großteil des Abbvie-Sortiments aus den ehemaligen Pharmasparten von BASF und Solvay, die Abbott 2001 und 2009 übernommen hatte. Allein 50 Prozent des Umsatzes von Abbvie resultiere aus dem von BASF entwickelten Rheumamittel Humira, dessen Patentschutz erst 2016 ausläuft, berichtet das «Handelsblatt». Laut eigenen Angaben liefert Abbvie seine Produkte zukünftig in mehr als 170 Länder und beschäftigt weltweit 21.000 Mitarbeiter, davon 2400 in Deutschland an den Standorten Ludwigshafen und Wiesbaden. Das Unternehmen schätzt seinen Jahresgesamtumsatz auf 18 Milliarden US-Dollar. (ah)

 

03.01.2013 l PZ

Foto: Fotolia/Sorokin