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Wer abnehmen will, sollte länger schlafen

Eine kurze Schlafdauer macht hungrig – und zwar Frauen und Männer auf unterschiedliche Weise. Das haben Forscher aus New York herausgefunden und im Fachjournal «Sleep» publiziert. Demnach erhöht Schlafmangel bei Männern den Appetit, während er bei Frauen das Sättigungsgefühl hemmt. Der Grund dafür sind Konzentrationsänderungen verschiedener Hormone.

 

Die Wissenschaftler setzten 27 normalgewichtige Probanden auf eine kontrollierte Diät und ließen sie für zwei Vier-Tages-Perioden jeweils vier oder neun Stunden lang schlafen. Während dieser Zeit wurden mehrfach täglich unter anderem die Konzentrationen von Glucose, Insulin, Leptin, Ghrelin und Glucagon-like-Peptide-1 (GLP-1) der Teilnehmer bestimmt. Es stellte sich heraus, dass Männer auf Schlafmangel mit einem Konzentrationsanstieg des appetitanregenden Hormons Ghrelin reagierten, Frauen hingegen mit einem Abfall des Spiegels des sättigungsvermittelnden Darmhormons GLP-1. Zu ihrer eigenen Überraschung fanden die Forscher jedoch keinen Einfluss der Schlafdauer auf die Glucose-, Insulin- und Leptin-Spiegel. (am)

 

06.11.2012 l PZ

Foto: Fotolia/Detailblick