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Vitamin D: Neuer Wirkmechanismus entdeckt

Wieso und in welchen Dosen wirkt Vitamin D antientzündlich? Antworten darauf geben Wissenschaftler von National Jewish Health in Denver. In In-vitro-Versuchen behandelten die Forscher menschliche Leukozyten mit unterschiedlichen Mengen an Vitamin D. Danach induzierten sie mithilfe von Lipopolysacchariden eine Entzündung. Zellen, die kein Vitamin D oder nur eine Lösung mit 15 ng/ml erhalten hatten, produzierten große Mengen der inflammatorischen Zytokine Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-alpha) und Interleukin-6 (IL-6). Zellen, die mit einer Vitamin-D-Lösung von mindestens 30 ng/ml behandelt wurden, reagierten dagegen signifikant schwächer auf die gesetzte Entzündung. Am stärksten war dieser Effekt bei Zellen, die die Forscher mit einer Vitamin-D-Lösung von 50 ng/ml inkubierten.

 

Wie das Team um Dr. Elena Goleva im «Journal of Immunology» berichtet, fand es in seinen Untersuchungen heraus, dass unter Vitamin D die Expression des Enzyms MAPK-Phosphatase 1 (MKP-1) in menschlichen Monozyten und bestimmten Makrophagen hochreguliert wird. Dieses greift hemmend in die Entzündungskaskade ein. Am Ende resultierten niedrigere Mengen an produziertem TNF-alpha und IL-6. (ss)

 

doi: 10.4049/jimmunol.1102412

 

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Lesen Sie dazu auch Vitamin D: Das Hormon der Streithähne, PZ 06/2012

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24.02.2012 l PZ

Foto: Fotolia/Olivier (Symbolbild)