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Bilder von Schnitzel und Schokolade machen hungrig

 

Der Anblick appetitlicher Speisen steigert auch bei sattgegessenen Personen den Appetit, zeigten jetzt Forscher des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München. Das Team um Professor Dr. Axel Steiger berichtet im Journal «Obesity», dass optische Reize die Ausschüttung des appetitanregenden Hormons Ghrelin erhöhen. Die Forscher zeigten acht gesunden Männern Bilder appetitlicher Nahrungsmittel sowie nicht essbarer Inhalte und analysierten in Abhängigkeit davon deren Ghrelin-Blutspiegel. Wie erwartet stieg die Blutkonzentration von Ghrelin vor jeder Mahlzeit an, unabhängig davon, welche Bilder die Männer zuvor gesehen hatten. Aber auch nach dem Essen führte der Anblick der Nahrungsbilder zur verstärkten Ausschüttung von Ghrelin, signifikant mehr als nach den neutralen Bildern. Einen Einfluss auf andere appetitregulierende Hormone wie Leptin oder Insulin konnten die Forscher in dieser Studie hingegen nicht zeigen.

 

Die Lieblingsspeise anzusehen, kann also das Verlangen nach Essen steigern. 2010 hatten Wissenschaftler um Professor Dr. Joachim Vosgerau von  der Carnegie Mellon University in Pittsburgh im Fachjournal «Science» allerdings eine Studie mit anderem Ergebnis veröffentlicht. Probanden, die sich wiederholt das Essen eines bestimmten Nahrungsmittels, in diesem Fall Käsewürfel, vorgestellt hatten, aßen später weniger Käse als andere Teilnehmer, die zuvor nicht an Essen gedacht hatten. (va)

 

doi: 10.1038/oby.2011.385

doi: 10.1126/science.1195701

 

17.01.2012 l PZ

Foto: Fotolia/Thompson