Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Babypuder: Gefahr aus der Puderdose

 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor Unfällen mit Talkum-haltigem Babypuder. Dieser könne bei Babys und Kleinkindern zu schweren Gesundheitsstörungen führen, wenn er unbeabsichtigt eingeatmet werde. „Eine typische Unfallsituation besteht, wenn das Kind zum Wickeln auf dem Rücken liegt, sich die Puderdose unbeabsichtigt über ihm öffnet und das Puder herausrieselt“, schreibt das BfR in einer Mitteilung. Um solche Unfälle zu vermeiden, fordert das Institut, die Puderdosen auf sichere Verschlussysteme umzustellen oder Talkum-haltigen Babypuder zu verbieten.

 

Anlass für die Warnung war der schwere Vergiftungsfall eines zweijährigen Mädchens, das nach einem Unfall mit einer Puderdose mehrere Tage lang intensivmedizinisch behandelt werden musste. Das Kind hatte beim Wickeln mit einer verschlossenen Puderdose gespielt, bis diese sich öffnete. Das Puder ergoss sich über das Gesicht des Kindes und wurde von ihm eingeatmet. Ähnliche Fälle waren dem BfR laut Mitteilung bereits in der Vergangenheit gemeldet worden. Das Institut weist darauf hin, dass die Verwendung von Talkum-haltigem Babypuder nach Ansicht vieler Kinderärzte aus medizinischer Sicht nicht notwendig ist. (am)

 

29.06.2011 l PZ

Foto: Fotolia/Graça Victoria