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Infektionen beeinflussen Intelligenz

 

Der durchschnittliche Intelligenzquotient (IQ) eines Landes hängt stark von dessen Infektionsrate ab. Zu diesem Ergebnis kommen Christopher Eppig und Kollegen von der University of New Mexico in Albuquerque und veröffentlichten dazu eine Studie im Fachjournal «Proceedings of the Royal Society B» (doi: 10.1098/rspb.2010.0973). Die Wissenschaftler untersuchten Daten zum Durchschnitts-IQ aus 192 Ländern und verglichen diese mit Daten der WHO zum Vorkommen der 28 wichtigsten Erkrankungen des Menschen. Zu diesen zählen unter anderem Tetanus, Malaria, Tuberkulose, Hepatitis und Syphilis. Die Ergebnisse zeigen, dass die Infektionsrate stärker mit dem Durchschnitts-IQ korreliert als mit Faktoren wie Ausbildung und Ernährung.

 

Die Theorie hinter diesen Befunden: Sowohl die Entwicklung des Gehirns im frühen Kindesalter als auch Infektionen fordern einen hohen Teil des energetischen Umsatzes des Körpers. Braucht der Körper Energie für die Infektabwehr, bleibt ihm weniger für die Gehirnentwicklung. Eppig schließt daraus, dass sich der Durchschnitts-IQ in einer Nation nicht erhöhen kann, solange die Erkrankungsrate hoch bleibt. (sa)

 

06.07.2010 l PZ

Foto: Fotolia/Tombaky