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Baden-Württemberg

20 Lokalpolitiker kämpfen für Apotheken

Immer mehr Lokalpolitiker setzen sich für die Apotheken vor Ort ein. Das berichtet die Landesapothekerkammer (LAK) Baden-Württemberg. Demnach geht es ihnen auch darum, Perspektiven für junge Pharmazeuten zu schaffen.
Jennifer Evans
24.07.2019
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Viele Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister engagieren sich im Rahmen der »einfach unverzichtbar«-Kampagne der ABDA für die Apotheken vor Ort. Das teilte die LAK heute mit. Ziel der Lokalpolitiker ist es demnach, sowohl für den Erhalt örtlicher Apotheken zu kämpfen als auch Perspektiven für junge Apotheker zu schaffen.

Die LAK zitiert einige Stimmen, etwa von Alexander Baumann, Oberbürgermeister von Ehingen. Er betonte: »Die Apotheke vor Ort und ihre fachkundige Beratung sind für eine umfassende Versorgung unerlässlich.« Für Claudia Dörner, Bürgermeisterin von Rechberghausen, sind Offizinen zudem ein wichtiger Standortfaktor für eine lebenswerte Gemeinde. Als »echten Verlust« empfindet Bürgermeister Christian Riesterer, dass es seit einem Jahr in Gottenheim keine örtliche Apotheke mehr gibt.

Für Patienten bedeuteten Apothekenschließungen weitere Wege, um eine persönliche und fachkundige Beratung zu bekommen, so die Kammer. Das treffe insbesondere Senioren mit eingeschränkter Mobilität, Chroniker sowie junge Familien hart. Grund für die Schließungen sieht die Kammer in den schlechten Rahmenbedingungen und Zukunftsprognosen für den Berufsstand. Dazu gehört etwa die schlechte Honorarentwicklung sowie der zunehmende bürokratische Aufwand. Gleichzeitig steige der Druck durch die Versandapotheken, heißt es. Auch entschieden sich junge Pharmazeuten immer seltener für die Selbstständigkeit. Und parallel näherten sich viele Apotheker dem Rentenalter. Nach LAV-Angaben gibt es derzeit 2.426 Apotheken in Baden-Württemberg. Das sind 49 Apotheken weniger als noch im Vorjahr.

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