Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Schlafprobleme
-
10 Basics für einen besseren Schlaf

Erholsamer Schlaf ist kein Luxus, sondern ein Grundbedürfnis, das entscheidend zur körperlichen und seelischen Gesundheit beiträgt. Wie gut wir schlafen, können wir zum Teil selbst beeinflussen.
AutorKontaktdpa
Datum 05.01.2026  15:08 Uhr
10 Basics für einen besseren Schlaf

Müde, unkonzentriert, gereizt: Nach den Feiertagen und Ferien fällt vielen der Start in den Alltag schwer. Oft hat sich der Schlafrhythmus verschoben. Wichtig ist, hier auf Regelmäßigkeit zu achten. Auswertungen großer Bevölkerungsstudien zeigten: Menschen, die gut schlafen, leben länger – Männer im Schnitt fast fünf Jahre, Frauen mehr als zwei Jahre. Darauf weist aktuell ein Überblick im Gesundheitsmagazin »HausArzt« (Ausgabe 2026/I) hin.

Für ausreichenden, erholsamen Schlaf sollte man diese zehn Punkte beachten:

  1. Koffein ab dem Nachmittag meiden
  2. tagsüber bewegen, abends kein intensiver Sport
  3. abends nicht zu üppig essen
  4. Alkohol vermeiden – er stört den Tiefschlaf, ebenso Zigaretten
  5. feste Schlafenszeiten einhalten
  6. Schlafzimmer kühl (16 bis 18 Grad), dunkel und möglichst leise halten
  7. auf passende Matratze, Kissen und Bettdecke achten
  8. Handy, Laptop und Fernseher aus dem Schlafzimmer verbannen – das Bett sollte ausschließlich dem Schlaf (und Intimität) vorbehalten sein
  9. persönliches Einschlafritual pflegen
  10. Wenn man länger wachliegt: aufstehen und etwas Monotones machen, erst wieder ins Bett gehen, wenn man sich müde fühlt.

Was nachts im Körper passiert

Schlaf ist keine vergeudete Zeit. In der Tiefschlafphase schüttet der Körper Wachstumshormone aus, so der Schlafmediziner Michael Feld in dem Magazin, die unter anderem für Haut, Knochen und Wundheilung wichtig sind. Auch das Immunsystem arbeitet nachts auf Hochtouren: Ausreichender Schlaf hilft dem Körper, Entzündungen zu bekämpfen und Immunreaktionen – etwa nach Impfungen – zu stärken.

Besonders wichtig ist Schlaf auch fürs Gehirn. Nachts werden Erinnerungen sortiert, Unwichtiges gelöscht und neue Inhalte verknüpft. Zudem ist im Tiefschlaf das sogenannte glymphatische System aktiv – eine Art Müllabfuhr des Gehirns, die schädliche Stoffwechselprodukte abtransportiert. Langjähriger Schlafmangel könnte deshalb ein möglicher Risikofaktor etwa für Alzheimer sein.

Mehr von Avoxa