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Krebsmedikamente
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Zyto-Apothekerschaft sieht kein Einsparvolumen

Ein laut Medienberichten mögliches jährliches Einsparvolumen der Krankenkassen in Höhe von 500 Millionen Euro bei der Herstellung von Infusionslösungen zur Chemotherapie weist der Verband der Zytostatika herstellenden Apotheken als falsch zurück. Zudem sei die Hilfstaxe eine solide Vertragsgrundlage zur Preisbildung. Die AOK sieht das anders.
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 21.07.2023  15:05 Uhr

AOK kritisiert erhebliche zeitliche Verzögerung bei notwendigen Preisanpassungen

Der AOK-Bundesverband sieht das anders und hält das Instrument Hilfstaxe für nicht zielführend. »Seit Jahren problematisiert die AOK-Gemeinschaft die bestehenden Einkaufsvorteile für Apotheken bei Krebsmedikamenten. Die aktuell bekannt gewordenen Listen zeigen nun, dass es diese Vorteile tatsächlich immer noch gibt«, so die AOK in einem Statement zum »Monitor«-Bericht. Der Report des Rechercheverbunds belege zudem, dass die derzeit gesetzlich vorgesehenen Verhandlungsinstrumente der Krankenkassen nicht geeignet seien, um zu einer fairen Vergütung zu kommen. Notwendige Preisanpassungen würden mithilfe der sogenannten Hilfstaxe nur mit erheblicher zeitlicher Verzögerung und – im Rahmen der vorgesehenen Verhandlungslösung über eine Schiedsentscheidung – auch nur teilweise durchgesetzt werden können, so die AOK-Kritik.

 

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