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Apotheker ohne Grenzen
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Zweite Lieferung für Gaza und Einsatz im eigenen Land

Bei der jährlichen Mitgliederversammlung von Apotheker ohne Grenzen (AoG) in Erlangen konnten sich die AoGler über aktuelle Projekte informieren. Unter anderem steht eine zweite Lieferung für den Gaza-Streifen an. Zudem wurden der Vorstand neu gewählt und eine Resolution zur Gesundheitsversorgung in Deutschland verabschiedet.
AutorKontaktPZ
Datum 29.04.2024  17:00 Uhr
Zweite Lieferung für Gaza und Einsatz im eigenen Land

Dank eines anhaltend hohen Spendenaufkommens kann die Hilfsorganisation mit Sitz in München derzeit im Vergleich zu früheren Jahren mehr als doppelt so viele Projekte umsetzen. Dafür standen im vergangenen Jahr 2,5 Millionen Euro bereit. Im Vorjahr waren es aufgrund der hohen Spendenbereitschaft für die Ukraine zwar noch 3,4 Millionen Euro gewesen, 2021 dagegen belief sich das Budget nur auf 1,2 Millionen Euro. Das hieß es im Geschäftsbericht, der vergangenes Wochenende bei der jährlichen Mitgliederversammlung, die dieses Jahr in Erlangen stattfand, vorgestellt wurde.

Neu hinzugekommen war im letzten Dezember erstmals eine Medikamenten-Lieferung für den Gaza-Streifen. Die erste Lieferung hatte langfristige Planung erfordert und war Ende März dieses Jahres angekommen. Bei der Mitgliederversammlung wurde verkündet, dass die Nothilfe fortgeführt wird und eine zweite Lieferung in Vorbereitung ist. 

»Wir sind eine der wenigen deutschen Hilfsorganisationen, die medizinische Hilfsgüter in den Gaza-Streifen gebracht hat«, erklärte AoG-Geschäftsführerin Eliette Fischbach. »Natürlich sind wir uns der politischen und religiösen Brisanz dieses Konflikts bewusst, aber für uns als pharmazeutische Hilfsorganisation steht das Leiden der Menschen und damit unsere neutrale, bedarfsgerechte und humanitäre Hilfe im Mittelpunkt. Wir freuen uns sehr, dass wir einen zuverlässigen Partner gefunden haben, mit denen wir nun unsere zweite Lieferung auf den Weg bringen möchten, um den Menschen vor Ort einen besseren Zugang zu einer Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.«

Die zweite Lieferung umfasst Medikamente und medizinische Hilfsgüter im Wert von 20.000 Euro. Weitere Geldspenden sind erwünscht.

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