Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

ARMIN-Modellprojekt
-
»Zusammen können wir Leben retten«

Die Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen – ARMIN war ein aufwendiges, aber erfolgreiches Modellprojekt. Wichtigster Nutzen: Die intensive Patientenbetreuung senkt die Sterblichkeit. »Zusammen können wir Leben retten«, resümierte ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening heute bei der Vorstellung der Projektergebnisse.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 18.04.2023  14:06 Uhr

Drei Forderungen der Apotheker

»Patienten mit Polymedikation benötigen individuell zugeschnittene Betreuungsangebote; die gemeinsame Betreuung durch Arzt und Apotheker bringt ihnen viele Vorteile«, schlussfolgerte Overwiening aus den Daten. Wichtig sei, dass die Einnahmetreue der Patienten nachweislich verbessert wurde. »Arzt und Apotheker müssen Hand in Hand zusammenarbeiten zum Wohl kranker Menschen. Das müssen wir in die Regelversorgung bringen.« Overwienig stellte dafür drei Forderungen auf.

Punkte 1 und 2: Alle Patienten mit Polymedikation müssten Anspruch auf eine jährliche Überprüfung ihrer Gesamtmedikation haben – falls dies nicht reicht, auch auf eine kontinuierliche Betreuung durch beide Heilberufler. Dazu müsse es klare Regeln und Prozesse geben. Mit den pharmazeutischen Dienstleistungen sei »die apothekerliche Seite von ARMIN weitgehend geregelt«, nun gehe es aber um die Ärzte. Als Drittes forderte Overwiening, dass der Medikationsplan den Patienten persönlich und mündlich erklärt werden müsse. Einer der Schwerpunkte sei die Einnahmetreue.

Das Modellprojekt habe gezeigt, dass interprofessionelle Zusammenarbeit im Alltag möglich und hilfreich sei, unterstrich Overwiening. »Welche Argumente brauchen wir denn in Deutschland noch, um das Modellprojekt bundesweit umzusetzen, wenn wir das Sterblichkeitsrisiko dadurch so deutlich reduzieren und das Outcome so deutlich verbessern können?«, fragte die ABDA-Präsidentin.

Auch Dr. Annette Rommel, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen, zeigte sich beeindruckt von dem ARMIN-Projekt. »Das Ergebnis ist großartig. Die Heilberufler haben es mit Herzblut in der Regelversorgung betrieben.« Wesentlich für den Erfolg sei die traditionell sehr gute Zusammenarbeit in Thüringen und Sachsen. Als einen der Stolpersteine nannte sie die Anbieter der Praxisverwaltungssysteme (PVS), die die Software teilweise nicht angepasst hätten. Es sei »sehr traurig«, dass dieses Modellprojekt nicht nahtlos fortgeführt werde. Der Gesetzgeber müsse nun einen Rechtsrahmen für die interprofessionelle Zusammenarbeit in der Regelversorgung schaffen. »Wir brauchen klar definierte Aufgaben für Ärzte und Apotheker, digitale Lösungen für den Medikationsplan und eine angemessene Honorierung dieser Zusatzleistungen.« Und mehr Vertrauen auf Bundesebene zwischen den Institutionen der Heilberufler.

Frag die KI
Die experimentelle KI
von PZ und PTA-Forum
Die experimentelle KI
von PZ und PTA-Forum
Die experimentelle KI
von PZ und PTA-Forum
 
FAQ
BETA
Menü
Zeit
SENDEN
Wie kann man die CAR-T-Zelltherapie einfach erklären?
Warum gibt es keinen Impfstoff gegen HIV?
Was hat der BGH im Fall von AvP entschieden?
Zeit
GESAMTER ZEITRAUM
3 JAHRE
1 JAHR
Senden
SENDEN
KI
IHRE FRAGE WIRD BEARBEITET ...
KI
KI
UNSERE ANTWORT
QUELLEN
22.01.2023 – Fehlende Evidenz?
LAV Niedersachsen sieht Verbesserungsbedarf
» ... Frag die KI ist ein experimentelles Angebot der Pharmazeutischen Zeitung. Es nutzt Künstliche Intelligenz, um Fragen zu Themen der Branche zu beantworten. Die Antworten basieren auf dem Artikelarchiv der Pharmazeutischen Zeitung und des PTA-Forums. Die durch die KI generierten Antworten sind mit Links zu den Originalartikeln. ... «
Ihr Feedback
War diese Antwort für Sie hilfreich?
 
 
FEEDBACK SENDEN
FAQ
Was ist »Frag die KI«?
»Frag die KI« ist ein experimentelles Angebot der Pharmazeutischen Zeitung. Es nutzt Künstliche Intelligenz, um Fragen zu Themen der Branche zu beantworten. Die Antworten basieren auf dem Artikelarchiv der Pharmazeutischen Zeitung und des PTA-Forums. Die durch die KI generierten Antworten sind mit Links zu den Originalartikeln der Pharmazeutischen Zeitung und des PTA-Forums versehen, in denen mehr Informationen zu finden sind. Die Redaktion der Pharmazeutischen Zeitung verfolgt in ihren Artikeln das Ziel, kompetent, seriös, umfassend und zeitnah über berufspolitische und gesundheitspolitische Entwicklungen, relevante Entwicklungen in der pharmazeutischen Forschung sowie den aktuellen Stand der pharmazeutischen Praxis zu informieren.
Was sollte ich bei den Fragen beachten?
Damit die KI die besten und hilfreichsten Antworten geben kann, sollten verschiedene Tipps beachtet werden. Die Frage sollte möglichst präzise gestellt werden. Denn je genauer die Frage formuliert ist, desto zielgerichteter kann die KI antworten. Vollständige Sätze erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer guten Antwort.
Wie nutze ich den Zeitfilter?
Damit die KI sich bei ihrer Antwort auf aktuelle Beiträge beschränkt, kann die Suche zeitlich eingegrenzt werden. Artikel, die älter als sieben Jahre sind, werden derzeit nicht berücksichtigt.
Sind die Ergebnisse der KI-Fragen durchweg korrekt?
Die KI kann nicht auf jede Frage eine Antwort liefern. Wenn die Frage ein Thema betrifft, zu dem wir keine Artikel veröffentlicht haben, wird die KI dies in ihrer Antwort entsprechend mitteilen. Es besteht zudem eine Wahrscheinlichkeit, dass die Antwort unvollständig, veraltet oder falsch sein kann. Die Redaktion der Pharmazeutischen Zeitung übernimmt keine Verantwortung für die Richtigkeit der KI-Antworten.
Werden meine Daten gespeichert oder verarbeitet?
Wir nutzen gestellte Fragen und Feedback ausschließlich zur Generierung einer Antwort innerhalb unserer Anwendung und zur Verbesserung der Qualität zukünftiger Ergebnisse. Dabei werden keine zusätzlichen personenbezogenen Daten erfasst oder gespeichert.

Mehr von Avoxa