Der Beginn der Wechseljahre kann sehr unauffällig verlaufen. Aber es gibt Anzeichen, auf die Frau achten kann. / © Adobe Stock/Mykhailovskyi
Irgendwann ist es so weit – für jede Frau. Aber schon heute? Hat meine kurze Zündschnur schon mit den Wechseljahren zu tun – oder bin ich einfach nur gestresst? Beim Thema Wechseljahre herrscht für viele Frauen Unsicherheit, denn oft ist die Situation nicht eindeutig. Aber auch die Begrifflichkeiten sind nicht jeder Frau klar. Perimenopause, Menopause, Wechseljahre: Was ist was?
Etwa ab einem Alter von 40 Jahren müsse man damit rechnen, dass irgendwann die sogenannte Perimenopause losgeht, sagt Dr. Katrin Schaudig, Gynäkologin und Podcasterin aus Hamburg. So wird die Phase vom Beginn der Wechseljahre bis zur letzten Regelblutung genannt.
Von der Menopause spricht man in der Medizin, wenn es seit zwölf Monaten keine Blutung mehr gegeben hat. Daher lässt sich die Menopause in aller Regel erst im Rückblick bestimmen. Im Anschluss folgt die Postmenopause als letzte Phase.
Wechseljahre lautet hingegen der Überbegriff für diese gesamte hormonelle Übergangszeit. Als durchschnittliche Dauer der Wechseljahre gelten fünf bis acht Jahre, heißt es auf dem »Frauengesundheitsportal« des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG).
»Es gibt ein paar Anzeichen, die klar dafür sprechen, dass man die Phase der Wechseljahre begonnen hat«, sagt Schaudig. Unter anderem können das sein:
Übrigens: Klassisch mit den Wechseljahren in Verbindung gebrachte Symptome wie Hitzewallungen, so sagt die Spezialistin, gehen eigentlich erst los, wenn man keine Regelblutung mehr habe. Doch: »Bei jeder Frau verlaufen die Wechseljahre anders. Das macht es etwas tricky.«
Also was tun, um die Situation einschätzen zu können? »Am besten fragen Sie Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin«, sagt Schaudig. Aber ihre Erfahrung ist, dass viele das am Anfang häufig nicht so richtig einordnen können. »Man muss leider sehr gut hinhören und bei den Symptomen schauen: Passt das alles gut zusammen?«
Übrigens: Jede Frau erlebt diese Lebensphase der Perimenopause, also die Zeit vom Einsetzen der Symptome bis zur Zeit der letzten Blutung, anders. Etwa ein Drittel aller Frauen bemerke wenig bis gar nichts, sagt Katrin Schaudig. Ein weiteres Drittel habe Symptome, die aber beherrschbar seien. Das restliche Drittel habe teils auch starke Beschwerden.