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Potenzieller Labormarker
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Wie Tryptophan Entzündungen aufdeckt

Mithilfe einer Tryptophan-Messung im Blut könnten sich bereits minimale Entzündungen nachweisen lassen – selbst dann, wenn konventionelle Marker wie das C-reaktive Protein unauffällig sind. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie aus Schleswig-Holstein. Tryptophan könnte demnach aus Sicht der Forschenden zukünftig Therapieentscheidungen bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen erleichtern. 
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 03.04.2024  15:00 Uhr

Weiterführende Forschung 

Mitglieder des Exzellenzclusters erforschen derzeit außerdem, wie sich Tryptophan-Abbauprodukte auf Entzündungen auswirken und wie das individuelle Darmmikrobiom Tryptophan als Biomarker beeinflusst. Professor Dr. Silvio Waschina, Co-Autor der Studie, erklärt hierzu: »Besonders faszinierend ist der Zusammenhang mit dem Mikrobiom, da bekannt ist, dass mikrobielle Abbauprodukte des Tryptophan-Stoffwechsels eine intensive Wechselwirkung mit dem menschlichen Immunsystem aufweisen.« Ein Ansatz sei hier, einen Tryptophan-Mangel durch die zusätzliche Gabe von Stoffwechselprodukten auszugleichen und so die Entzündung abzuschwächen. Hierzu werden aktuell klinische Studien durchgeführt.

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