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Medikationsanalyse
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Wie sich Arzt- und Apothekersicht ergänzen

Arzt und Apotheker haben durchaus unterschiedliche Sichtweisen auf komplexe Medikationen. Wie sich beide im Interesse des Patienten verbinden lassen, zeigt ein Fallbeispiel der Webinar-Reihe »100 Medikationsanalysen später«.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 06.03.2023  17:00 Uhr

Ärzte wünschen sich kurze und prägnante Informationen

Fröbel findet die Möglichkeit für Patienten, in der Apotheke eine Medikationsanalyse durchführen zu lassen, sehr gut. Ärzte seien froh, wenn sie einen vollständigen und aktuellen Medikationsplan sehen. »In der Praxis ist der Andrang einfach so groß, dass nicht bei jedem Kontakt genug Zeit bleibt, neben dem akuten Problem auch die Dauermedikation gründlich zu betrachten«, berichtete die Hausärztin.

Sie schätze es, von der Apotheke eine kurze und prägnante Zusammenfassung und konkrete Optimierungs-Vorschläge zu bekommen, gern per E-Mail oder klassisch schriftlich. Die apothekerliche Sicht finde sie immer interessant. »Wenn man den Patienten gut kennt, kann man dann relativ schnell gute Entscheidungen treffen«, so Fröbel.

Sie riet Apothekern, die Medikationsanalysen anbieten wollen, zunächst das persönliche Gespräch mit den umliegenden Ärzten zu suchen. »Wenn man sich kennt, kann man gegenseitige Empfehlungen besser verstehen und akzeptieren, zum Beispiel, wenn ich als Ärztin trotz der pharmazeutischen Bedenken auf manche Dingen bestehe.« Als besonders wertvoll betrachtete sie auch, dass man über die Medikationsanalyse in der Apotheke von Problemen erfahre, die noch nicht ausreichend beleuchtet wurden.

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