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Immunzellen
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Wie Neutrophile zur Fibromyalgie beitragen

Spezielle Immunzellen der angeborenen Abwehr, die Neutrophilen, sind einer aktuellen Studie zufolge an der Pathologie der chronischen Schmerzerkrankung Fibromyalgie beteiligt. Aus den neuen Erkenntnissen lassen sich mögliche Therapieansätze ableiten.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 19.04.2023  16:00 Uhr
IL-6 und IL-8: Proinflammatorische Zytokine erhöht

IL-6 und IL-8: Proinflammatorische Zytokine erhöht

Daraus folgern die Autoren, dass zirkulierende Neutrophile ein treibender Faktor der peripheren Pathologie bei Fibromyalgie sind. Ein möglicher Zusammenhang zwischen den Immunzellen und der Sensibilisierung von peripheren Nerven sei bereits bekannt, schreibt das Team. So schütten Neutrophile proinflammatorische Zytokine, vor allem Interleukin-6 und -8 aus, deren Spiegel bei Fibromyalgie-Patienten erhöht sind und die bekannte Mediatoren für die Nozizeptor-Sensibilisierung sind.

Den Autoren zufolge könnten Neutrophile und ihre Wechselwirkungen mit sensorischen Neuronen mögliche Targets zur Behandlung von Fibromyalgie-Schmerzen darstellen. Zuvor müsse aber noch genauer untersucht werden, welche Subgruppen von Neutrophilen an der Pathologie beteiligt sind und welche Botenstoffe mit den sensorischen Nervenzellen, den Schmerzrezeptoren, interagieren.

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