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Salbutamol-Asthmasprays
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Wie man Medikationsfehlern vorbeugen kann

Für Patienten mit schwerem Asthma kann ein nicht funktionierendes Salbutamol-Dosieraerosol dramatische Folgen haben. Wie lässt sich die Anwendungssicherheit erhöhen? Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gibt praktische Hinweise.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 01.04.2026  18:00 Uhr
Wie man Medikationsfehlern vorbeugen kann

Ausgangspunkt für die BfArM-Analyse waren Fallberichte aus Großbritannien, bei denen es trotz Anwendung von Salbutamol-Druckgasinhalatoren bei Kindern und Jugendlichen zu schweren Asthmaverschlechterungen kam. Es zeigte sich, dass die Patienten im Akutfall entweder einen unbemerkt leeren Inhalator verwendet oder keinen Ersatzinhalator zur Hand hatten.

In Deutschland könnten Probleme durch Lieferengpässe für Salbutamol-haltige Medikamente und Importarzneimittel entstehen, schreiben die Autoren N. Bethge und Walburga Lütkehermölle vom BfArM im aktuellen Bulletin zur Arzneimittelsicherheit (1/2026). Die divergierenden Inhalationssysteme erforderten häufig unterschiedliche Handhabung und Inhalationstechniken. Gerade bei kurzfristigen oder wiederholten Produktwechseln ohne erneute Einweisung durch die Apotheken steige das Risiko für Anwendungsfehler.

Daher regen die BfArM-Autoren an, zu prüfen, ob die pharmazeutische Dienstleistung »Erweiterte Einweisung in die korrekte Arzneimittelanwendung mit Üben der Inhalationstechnik« in Apotheken stärker genutzt werden kann. Die zugehörige Checkliste zur korrekten Anwendung inhalativer Arzneimittel solle um einen Warnhinweis zu potenziell leeren Dosieraerosolen ohne Zählwerk und ohne wahrnehmbaren Sprühstoß ergänzt werden.

Inhalationsgerät regelmäßig prüfen

Unabhängig davon könnten praxisrelevante Maßnahmen die Anwendungssicherheit weiter erhöhen. So sollte regelmäßig kontrolliert werden, ob der Inhalator einsatzbereit ist. Dazu gehören die Kontrolle des Dosiszählers auf die vorhandene Anzahl an Hüben und die rechtzeitige Bevorratung mit einem neuen Gerät, die Sicht- und Funktionsprüfung mit Kontrolle und Reinigung des Mundstücks sowie Auslösen eines Sprühstoßes, und die Beobachtung der klinischen Wirkung. Bei fehlender oder deutlich verminderter Wirkung sollte der Patient die Inhalationstechnik und den Zustand des Geräts kritisch prüfen.

Ebenso wichtig sind die Schulung und Re-Evaluation der Inhalationstechnik. Vor allem nach einem Wirkstoff- oder Produktwechsel sollte die Anwendung des neuen Inhalators erneut demonstriert und bei Bedarf geschult werden, betonen die Autoren. Dies gelte sowohl für die Patienten als auch für Eltern, pflegende Angehörige und andere Bezugspersonen.

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