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Welttag der seelischen Gesundheit
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Wie Angehörige Menschen mit Depression helfen können

Wer depressiv ist, stößt im Umfeld oft auf Unsicherheit und Unverständnis. Experten erklären, was Angehörige und Freunde wissen müssen, um einem erkrankten Menschen gut beiseite stehen zu können.
AutorKontaktdpa
Datum 10.10.2025  11:00 Uhr

Einem Menschen, der einst voller Energie und Lebenslust war, fehlt plötzlich jeder Elan. Er oder sie ist antriebslos, schwermütig, zeigt keinerlei Interessen – noch nicht einmal an Dingen, die früher Herzensangelegenheiten waren – und zieht sich zurück, aus der Partnerschaft und aus Freundschaften, im Job. Es geht um Depressionen. Sie gehören laut Bundespsychotherapeutenkammer zu den häufigsten psychischen Erkrankungen.

Rund 16 Prozent der Bevölkerung leiden demnach mindestens einmal in ihrem Leben an einer depressiven Störung. Das ist nicht nur für Betroffene eine schwere Phase. Auch für ihre Angehörigen und Freunde ist es schwierig, zumal sie oftmals nicht nachvollziehen können, was mit dem oder der Betroffenen eigentlich los ist.

Wie sich ein depressiver Mensch fühlt

Depressive fühlen sich zumeist permanent energielos und ausgelaugt. »Oft haben sie einen Druck und ein Schweregefühl im Brustbereich«, sagt die Düsseldorfer Psychiatrie-Professorin Eva Meisenzahl-Lechner. Ihre anhaltend gedrückte Stimmung geht mit dem Verlust von Interessen und Antriebslosigkeit einher.

»Zu Gefühllosigkeit und Erschöpfung können zusätzlich Sorgen und Ängste kommen«, erklärt Professor Ulrich Hegerl von der Universität Leipzig. Eine Depression im klinischen Sinne liege vor, wenn Symptome wie Antriebs-, Freud- und Lustlosigkeit über mindestens zwei Wochen anhalten. Ein solcher Zustand kann nicht nur die Lebensqualität stark einschränken, sondern auch den Alltag.

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